Stand 18. Oktober 2026Regierung hat sich am 17. Oktober geeinigt, ein Gesetzesentwurf fehlt noch. Geplanter Start ist der 1. Juli 2027. Zu den News

Sparformen

Sparen für Kinder in Österreich: alle Sparformen im Vergleich

Sparbuch, Bausparen, Bundesschatz, Fonds oder bald das Zukunftsdepot: Jede Sparform hat ihren Platz. Hier siehst du, was nach 18 Jahren übrig bleibt, wo die Unterschiede liegen und welches Geld wohin gehört.

Von Andreas Greiner · Stand: 18. Oktober 2026 · Grundlage: angekündigte Eckpunkte, noch kein Gesetz

Auf dieser Seite: Was übrig bleibt, Überblick, Sparbuch, Bausparen, Bundesschatz, Fonds, Jugendkonto, Häufige Fragen

Das Wichtigste in Kürze

  • Für 18 Jahre bringt das Zukunftsdepot laut Modellrechnung am meisten
  • Sparbuch, Festgeld und Bundesschatz sind sicher, nach Inflation und KESt bleibt aber wenig
  • Bausparen bringt eine staatliche Prämie, das Geld ist sechs Jahre gebunden
  • Das Jugendkonto ist ein Girokonto für das Taschengeld, kein Sparprodukt
  • Geld für die nächsten Jahre gehört aufs Sparkonto, der lange Polster ins Depot

100 Euro im Monat, was nach 18 Jahren übrig bleibt

SparformWert mit 18, nach Steuern
Zukunftsdepot, 5 % Rendite vor Kosten32.657 €
Normales Fondsdepot, 5 % Rendite vor Kosten28.463 €
Gebundenes Sparkonto, 2,00 % p.a.23.975 €
Täglich fälliges Sparkonto, 0,50 % p.a.21.700 €
Eingezahlt jeweils 21.000 €, Kind geboren im Jänner 2027, Sparbeginn Juli 2027. Depots mit 0,5 % Fondskosten, Zukunftsdepot inklusive 500 € Startbonus. Zinsen gleichbleibend angenommen.

Der Unterschied zwischen Depot und Sparkonto entsteht durch die höhere erwartete Rendite, der Unterschied zwischen Zukunftsdepot und normalem Depot durch Steuer und Bonus. Dafür schwankt ein Depot, und das Zukunftsdepot ist bis 18 gesperrt.

Die Sparformen im Überblick

SparformVeranlagungKESt auf ErträgeVerfügbarFörderung
ZukunftsdepotFonds oder Bundesschatzkeine bis 18bis 18 gesperrt500 € für Jahrgang ab 2027
Normales DepotFonds, ETFs, Aktien27,5 %jederzeitkeine
Sparbuch, SparkontoEinlage bei einer Bank25 %je nach Bindungkeine
BausparenEinlage bei Bausparkasse25 %6 Jahre Bindungstaatliche Prämie
BundesschatzEinlage bei der Republik25 %je nach Laufzeitkeine
Stand 18. Oktober 2026, Zukunftsdepot laut angekündigten Eckpunkten, noch kein Gesetz.

Sparbuch und Sparkonto

Das Sparbuch ist die klassische Sparform für Kinder und mündelsicher. Die Zinsen unterscheiden sich stark: Täglich fällige Sparkonten zahlen bei vielen Banken wenig, für gebundene Einlagen und Aktionen gibt es deutlich mehr. Laut sparzinsen.at liegen die besten steuereinfachen Angebote aktuell bei 2,60 % p.a. täglich fällig ohne Aktion und bei 3,30 % p.a. für 24 Monate Bindung. Auf die Zinsen fallen 25 Prozent KESt an, die österreichische Banken direkt abführen.

Bausparen für Kinder

Beim Bausparen ist das Geld sechs Jahre gebunden. Dafür gibt es eine staatliche Bausparprämie auf Einzahlungen bis 1.200 Euro im Jahr, deren Satz jedes Jahr neu festgelegt wird und zwischen 1,5 und 4 Prozent liegt. Pro Jahr sind das also höchstens einige Dutzend Euro. Bausparen ist sicher und für Kinder sehr verbreitet, über 18 Jahre aber deutlich weniger ertragreich als ein Depot.

Bundesschatz

Beim Bundesschatz legst du Geld direkt bei der Republik Österreich an, verwaltet von der OeBFA. Es gibt Laufzeiten von einem Monat bis zehn Jahren, aktuell bis zu 3,50 % p.a. für zehn Jahre laut sparzinsen.at. Der Bundesschatz ist laut Eckpunkten auch im Zukunftsdepot als Anlage vorgesehen. Wer kein Kursrisiko will, kann den Steuervorteil also auch mit einer sicheren Anlage nutzen.

Fonds und ETFs

Über 18 Jahre haben breit gestreute Aktienfonds die besten Chancen auf einen guten Ertrag. Dafür schwanken sie, auch mehrere Verlustjahre am Stück sind möglich. Heute laufen Fondssparpläne für Kinder meist auf den Namen der Eltern. Wichtig sind niedrige laufende Kosten und der Status als Meldefonds, sonst werden pauschale Steuern fällig. Mehr dazu auf der Seite Kinderdepot.

Kinderkonto und Jugendkonto

Das Jugendkonto ist ein kostenloses Girokonto für Kinder und Jugendliche, meist mit Karte und ohne Überziehungsrahmen. Es eignet sich für Taschengeld und erste eigene Erfahrungen mit Geld, nicht zum Sparen: Die Zinsen sind gering. Einen Überblick über Konten findest du auf gratis-konto.at.

Häufige Fragen

Wie viel sollte ich monatlich für mein Kind sparen?

Was in dein Budget passt, ohne dass du an deine Reserven gehst. Schon 25 oder 50 Euro im Monat machen über 18 Jahre einen spürbaren Unterschied. Im Rechner kannst du verschiedene Beträge durchspielen.

Sparbuch oder Depot?

Für Geld, das du in den nächsten Jahren brauchen könntest, ist das Sparkonto richtig. Für den langen Polster bis zum 18. Geburtstag ist ein Depot meist die bessere Wahl, ab Juli 2027 am besten das Zukunftsdepot.

Lohnt sich Bausparen noch?

Als sichere Ergänzung ja, die Prämie ist ein kleiner Bonus. Als Hauptweg für 18 Jahre bringt es im Vergleich zum Depot wenig.

Quellen

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