Ab 18
Zukunftsdepot ab 18: was mit dem Geld passiert
Mit dem 18. Geburtstag fällt die Sperre, und das Geld gehört ganz deinem Kind. Was laut Eckpunkten feststeht, was noch offen ist und wie du dein Kind gut auf diesen Tag vorbereitest.
Von Andreas Greiner · Stand: 18. Oktober 2026 · Grundlage: angekündigte Eckpunkte, noch kein Gesetz
Auf dieser Seite: Wer entscheidet, Was offen ist, Risiko vor dem Ziel, Wenn das Geld liegen bleibt, Vorbereiten
Das Wichtigste in Kürze
- Ab dem 18. Geburtstag entscheidet dein Kind allein über das Depot
- Der Depotwert ist zu diesem Zeitpunkt frei von KESt
- Eine Zweckbindung ist nicht vorgesehen, gedacht ist das Geld für Ausbildung, Wohnen oder Berufsstart
- Wie Erträge danach besteuert werden, ist offen
- Ein Plan für die letzten Jahre schützt vor bösen Überraschungen an der Börse
Wer ab 18 entscheidet
Bis zur Volljährigkeit verwalten die Eltern das Depot. Mit dem 18. Geburtstag endet das, und dein Kind kann selbst über das Geld verfügen. Es kann verkaufen, weiter anlegen oder das Geld für etwas ganz anderes ausgeben, als ihr euch vorgestellt habt. Eine Zweckbindung sehen weder die Eckpunkte der Regierung noch die NEOS vor.
Was zum 18. Geburtstag noch offen ist
| Frage | Stand |
|---|---|
| Wird das Depot automatisch aufgelöst? | Offen, die Eckpunkte sagen nur, dass ab 18 zugegriffen werden kann |
| Bleiben Erträge nach 18 steuerfrei? | Offen, vermutlich gelten dann die normalen Regeln mit 27,5 % KESt |
| Bleibt das Depot kostenlos? | Gebührenfreiheit ist bisher nur für die Zeit bis 18 angekündigt |
| Gibt es Vorteile bei bestimmter Verwendung? | Nicht vorgesehen, es gibt aber Vorschläge etwa für Ausbildung oder Gründung |
Das Risiko der letzten Jahre
Ein Aktiendepot kann in einem schlechten Jahr deutlich verlieren. Passiert das kurz vor dem 18. Geburtstag, bleibt keine Zeit zur Erholung. Ein Beispiel: Fällt ein Depot um 30 Prozent, muss es danach um rund 43 Prozent steigen, um wieder auf dem alten Stand zu sein. Das kann Jahre dauern.
Deshalb ist es sinnvoll, etwa fünf Jahre vor dem 18. Geburtstag schrittweise einen Teil in Anleihenfonds oder den Bundesschatz umzuschichten, vor allem wenn das Geld zu einem fixen Termin gebraucht wird. Ob ein Umschichten innerhalb des Zukunftsdepots steuerfrei bleibt, regelt das Gesetz.
Was passiert, wenn das Geld liegen bleibt
Nicht jedes Kind braucht das Geld mit 18 sofort. Bleibt es angelegt, arbeitet es weiter. Aus 32.657 Euro, dem Ergebnis von 100 Euro im Monat ab Juli 2027, werden ohne weitere Einzahlungen bei 5 Prozent Rendite und 0,5 Prozent Kosten:
| Alter | Depotwert vor Steuern |
|---|---|
| 18 Jahre | 32.657 € |
| 25 Jahre | rund 44.440 € |
| 30 Jahre | rund 55.380 € |
| 35 Jahre | rund 69.020 € |
Was Familien vor dem 18. Geburtstag klären sollten
- Offenheit: Zeig deinem Kind ab etwa 14 Jahren das Depot und wie es sich entwickelt hat.
- Verständnis: Erklär Zinseszins, Kursschwankungen und Kosten, am besten an echten Zahlen.
- Plan: Besprecht, wofür das Geld in den nächsten Jahren gebraucht wird, etwa Führerschein, Ausbildung, Auslandsjahr oder Kaution für die erste Wohnung.
- Rest: Überlegt gemeinsam, was mit dem Geld passiert, das nicht sofort gebraucht wird.
Für junge Erwachsene bieten viele Banken eigene Jugend- und Studentendepots mit günstigen Konditionen. Einen Vergleich findest du auf broker-test.at. Was bis zum 18. Geburtstag zusammenkommen kann, zeigt dir der Zukunftsdepot-Rechner.
Quellen
- Presseaussendung des ÖVP-Parlamentsklubs, OTS0007 vom 18. Oktober 2026
- NEOS, Themenseite Zukunftsdepot
- ORF, 17. Oktober 2026
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